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       BAU- UND QUALITÄTSBESCHREIBUNG

      Hoferstraße 24 in 09130 Chemnitz

     

    Vorbemerkungen

    Das Gebäude Hofer Straße 24 ist als Kulturdenkmal gemäß § 2 des Sächsischen Denkmalschutzgesetzes (SächsDSchG) vom 03. März 1993 erfasst.

    Das Bauvorhaben liegt im Geltungsbereich der rechtskräftigen Erhaltungssatzung Nr. 2002/050 für den Bereich „Siedlung Humboldhöhe/Regensburger Straße/Münchener Straße“.

    Das anspruchsvoll gestaltete Doppelhaus  bildet mit dem Gebäude Hofer Str. 26 eine architektonische Einheit. Die Putz und Werksteinfassade ist in der Formensprache des Jugendstils um 1910 ausgeführt worden. Die Türen des Gebäudes sind weitgehend original erhalten. Die Eingangshalle ist mit Meißner Kacheln ausgestaltet. Wohnungseingangstüren, Zimmertüren, Kachelöfen und historische Lampen sind ebenfalls überliefert.
    Das Treppenhaus aus zweifarbigem Terrazzo wird im Erdgeschoß durch ornamentierte rote Klinkerplatten ergänzt. Im Treppenhaus sind die farbigen Bleiverglasungen erhalten, in den Wohnungen Stuckdecken.

    Zielstellung

    Die vorgesehenen Baumaßnahmen dienen der Instandsetzung und Modernisierung des Gebäudes. Den Forderungen der Denkmalschutzbehörde zur Erhaltung der äußeren Gestaltung des Gebäudes und darüber hinaus des Treppenhauses, der Türen und Innenräume wird mit der Sanierung Rechnung getragen.
    Mit der Modernisierung werden die Wohnungen und die technischen Anlagen schlüsselfertig auf den heute gültigen Standart gebracht, unter Beachtung der vorhandenen Konstruktion.
    Zur Verbesserung der Wohnqualität erhalten alle Wohnungen zum Hof eine großzügige verglaste Veranda mit Balkon, die Maisonette Wohnungen zuzüglich eine 33 m² große Dachterrasse. Jede Wohnung erhält einen Kfz-Stellplatz im Hofbereich.
    Im Bereich des Wärmeschutzes wird Neubau-Niveau nach EnEV oder besser erreicht. Des Weiteren werden alle Anforderungen an den Schallschutz und Brandschutz erfüllt.

    Das Gebäude wird entsprechend der nachfolgenden Beschreibung saniert und nach den Vertragsplänen umgebaut. Vertragspläne werden die Baueingabepläne Maßstab 1:100 des Architekten.

    Änderungen in der Planung, den beschriebenen Materialien und Einrichtungsgegenständen sind vorbehalten, soweit dies aus technischen, baurechtlichen oder denkmalpflegerischen Gründen notwendig und zweckmäßig ist und die Änderung mit gleichwertigen Materialien zu gleichwertigen Leistungen führt.

    Änderungswünsche des Käufers gegenüber dem Bau-Eingabeplan sind möglich, soweit sie genehmigungsfrei sind. Nicht genehmigungsfreie Änderungen bedürfen hinsichtlich Planung, Ausführung, Umsetzung und Überwachung einer gesonderten detaillierten Zusatzvereinbarung zum Bauvertrag.

    Die Sanierungs-, Modernisierungs- und Umbauarbeiten erfolgen nach den landesrechtlichen Bauvorschriften. Neue Bauteile, Installationen und Baustoffe entsprechen den heutigen Normen und Vorschriften sowie den anerkannten Regeln der Technik.

    Die vorhandene und zu erhaltende Altbausubstanz wird unter Ausschluss der Anforderungen an einen Neubau übernommen. Die Wärme- und Schallschutzanforderungen von Neubauten an Wände und Decken können nicht in jedem Fall eingehalten werden, erfüllen jedoch den Standart des CO 2 KfW-Förderprogramms (für Wärmeschutz).

    Die Gewährleistungsfrist des Bauträgers beträgt 5 Jahre nach BGB, mit Ausnahme beweglicher Teile (1Jahr).

    Highlights der Sanierung

        • Alle Wohnungen erhalten ein massives Echtholzparkett.
        • Liebevolle Wiederherstellung der Fassade im historischen Stil.
        • Balkone, Veranden und Terrassen werden neu errichtet.
        • Ersatz aller Fenster durch neue Holzisolierglasfenster mit k=1,1 W/m²xK!
        • Große Bäder mit hochwertiger Ausstattung.
        • Hochwertige Einbauküche auf Wunsch möglich
        • Einbau eines Aufzuges mit Wänden in Edelstahl Design.

    Im Zuge der Sanierung erfolgen nachfolgende Maßnahmen:

    • Rohbauarbeiten
      • Alle notwendigen Abbruch-, und Maurerarbeiten. Aufzugsschacht in Kalksandsteinmauerwerk.
      • Maurerarbeiten in den Wohnungen werden in Ziegelmauerwerk oder gleichwertigen Material ausgeführt.
      • Neu Innenwände werden als Trockenbauwände ausgeführt.
    • 2. Zimmerarbeiten
      • Der vorhandene Dachstuhl wird entsprechend den statischen Anforderungen umgebaut, die aus der Erweiterung/Umgestaltung der Wohnungen im Dachgeschoss resultieren, soweit erforderlich Aufdoppelung der Sparren, bzw. Einbau von Stahlträgern.
      • Die Holzkonstruktionen werden gereinigt. Schädlingsbefall ist nicht vorhanden.
         
    • 3. Dachdecker- und Spenglerarbeiten
      • Die Dacheindeckung richtet sich nach den Vorgaben des Amtes für Denkmalschutz: Komplette neue Eindeckung der Dachflächen mit naturroten Dachziegeln auf einer Lattung/Konterlattung, hinterlüftet sowie im Flachdachbereich aus bituminösen Abdichtungsbahnen.
      • Beim ausgebauten Dachgeschoss wird eine Wärmedämmung, entsprechend der Energieeinsparverordnung dimensioniert, eingebaut.
      • Erneuerung von Rinnen, Fallrohren und Verwahrungen in Kupfer.
    • 4. Fensterarbeiten und Außentüren
      • Sämtliche Fenster der Wohnungen werden ausgebaut, und durch neue Holzfenster ersetzt, dem Stil des Hauses angepasst mit ursprünglicher Sprossenteilung und den Auflagen des Denkmalschutzes entsprechend.
      • Die Fenster erhalten Wärmeschutzverglasung (Dämmwert k=1,1 W/m²xK). Diese richtet sich nach der Energieeinsparverordnung.
      • Die vorhandenen historischen Hauseingangstüren und Wohnungstüren werden fachgerecht aufgearbeitet.
        Innenfensterbänke Multiplexplatte, vorhandene Außenfensterbänke aus Naturstein/Werkstein werden aufgearbeitet und mit Kupferblech belegt.
    • 5. Putz- und Trockenbauarbeiten
      • Deckenverkleidungen und Dachschrägen im DG: Gipskartonplatten neue Innenwände als GK-Ständerwänden oder aus Gasbetonplatten Dachdämmung 19 cm WL 035 insgesamt.
      • Der vorhandene Wand- und Deckenputz wird ausgebessert und wo notwendig erneuert.
      • Die Außenfassade wird komplett überarbeitet und originalgetreu restauriert, Farbgebung in Abstimmung mit der Denkmalbehörde
    • 6. Estricharbeiten
      • Flüssig oder Trockenestrich.
    • 7. Fliesenarbeiten
      • Bad und WC: Die Wände werden mit großformatigen Wandfliesen im Nassbereich gefliest. Nach Gestaltung der Räume erhalten die Bäder und WCs zusätzlich eine dazu passende Bordüre. Die Bodenfliesen werden als großformatige Steingutfliesen verlegt.
      • Küche: Die Bodenfliesen in den dafür vorgesehenen Bereichen werden ebenfalls als großformatige Steingutfliesen verlegt. Die Wände erhalten einen 50 bis 60 cm hohen kleinformatigen Fliesenspiegel im Bereich der vorgesehenen Küchenanordnung.
      • Sonderwünsche können berücksichtigt werden.
    • 8. Metallbau- und Schlosserarbeiten
      • Ausbesserung und Instandsetzung der vorhandenen Treppenhausgeländer und neu Anfertigung der Außengeländer.
    • 9. Anstrich- und Tapezierarbeiten
      • Wohnräume: Wandflächen, Decken und Dachschrägen: Malervlies mit Dispersionsanstrich bzw. auf Wunsch Silikatanstrich weiß.
      • Treppenhaus: nach Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde.
    • 10. Innentüren und Innentreppe
      • Spindeltreppen Maisonettwohnung als Stahl-Fertigtreppe mit Holzstufen, Stahlstabgeländer, bzw. Holzspindeltreppen.
      • Alle vorhandenen originalen reich profilierten Massivholztüren werden schreinermäßig überarbeitet, instandgesetzt und nach Vorgabe der Denkmalschutzbehörde lasiert.
    • 11. Bodenbeläge
      • Die Wohn- und Schlafräume sowie Flure werden mit elegantem Eichenparkett ausgelegt. Farben und Verlegerart des Parketts erfolgen nach Angabe des Architekten.
    • 12. Heizungsinstallation
      • Die Heizungsinstallation wird komplett neu erstellt. Erdgasbetriebener Brennwertkessel mit zentralem Warmwasserspeicher mit stationären Heizkörpern. Der Heizraum befindet sich im Kellergeschoss des Hauses. Die Projektierung ist von einem Fachingenieur erstellt. Sämtliche in sich abgeschlossenen neuen Heizkreise entsprechen den heute gültigen DIN-Vorschriften. In den Wohneinheiten werden passend zum Stil des Hauses hochwertige Radiatoren nach wärmetechnischen Erfordernissen mit Thermostatventilen und sämtlichen Verschraubungen installiert. Die Bäder erhalten wandhängende Badheizkörper und Fussbodenheizung. Die Leitungsführung erfolgt verdeckt, unter Putz bzw. in Sockelkanal. Zur Heizkostenabrechnung werden Ablesegeräte in jeder Wohnung installiert. Zur Ablesung und Abrechnung wird mit einer entsprechenden Fachfirma ein Vertrag geschlossen
    • 13. Sanitärinstallation
      • Die Sanitärinstallation wird komplett neu erstellt. Als Sanitärobjekte werden deutsche Markenfabrikate (z. B. Villeroy & Boch, Duravit, Grohe oder Vergleichbares) eingebaut.
      • Es werden Acrylbade- bzw. Flachduschtassen, Aufputzarmaturen, Handbrause mit Brauseschlauch und Wandhalter eingebaut. Die Sanitärobjekte werden in der Farbe weiß eingebaut. Es kommen verchromte Einhandmischbatterien zum Einsatz. Bäder und WC mit Vorwandinstallation, Duschabtrennungen Kunstglas, Verbrauchsmessung Warm-/ Kaltwasser in jeder Wohnung
    • 14. Elektroinstallation
      • Die Planung der elektrotechnischen Anlagen ist durch ein Ingenieurbüro erfolgt und entspricht den anerkannten Regeln der Technik sowie den gültigen DIN-/VDE-/EN-Normen.
      • Im Kellergeschoss werden die Zähleranlagen für die Wohnung Allgemeinbereiche installiert. Von dort aus erfolgt die Erschließung der einzelnen Wohneinheiten.
      • Die Elektroinstallation wird vollständig als Unterputzinstallation neu erstellt.
      • Die Lichtschaltung im Treppenhaus und in den allgemeinen Fluren erfolgt über Bewegungsmelder sowie Tasterschalter. Sämtliche Allgemeinbereiche, auch Balkone und Terrassen, werden mit Leuchten ausgestattet (Wand- bzw. Deckenleuchten). In den Allgemeinbereichen werden Steckdosen für Reinigungszwecke in der erforderlichen Anzahl vorgesehen.
      • Die installierte Anzahl an Steckdosen/Lichtschaltungen/Anschlüssen für Verbraucher/etc. in den Wohneinheiten richtet sich nach DIN. Als Lichtschaltungen werden Aus-, Serien- oder Wechselschaltungen installiert
      • Jeder Wohnraum sowie das Schlafzimmer erhält einen TV-Anschluss. Mit einem Kabelfernsehanbieter wird ein entsprechender Versorgungsvertrag abgeschlossen.
      • Die Telefonerschließung der Wohneinheiten erfolgt direkt vom Hausanschlusspunkt des Netzanbieters bis in die Wohneinheiten.
      • Sprechanlage mit Video
    • 15. Treppenhaus/Aufzug
      • Die Fliesenbeläge der Vorhallenwände werden adäquat ergänzt.
      • Der gesamte Treppenhausbelag wird überarbeitet.
      • Wände und Decken werden neu gestrichen. Die farbliche Zusammensetzung ist dem Stil des Hauses angepasst. Im Hauseingang wird eine neue Briefkastenanlage eingebaut.
      • Es wird ein innenliegender hydraulisch betriebener Aufzug Fabrikat Schmitt + Sohn mit 4 Stationen mit einem strapazierfähigen Bodenbelag, die Wände in Edelstahl-Design, eingebaut.
      • Die Schließanlage ist ein deutsches Fabrikat mit Sicherungskarte und einheitlichem Schlüssel für Haus-, Wohnungs- und Kellertür.
    • 16. Aussenanlage
      • Begrünung des Innenhofes sowie des Vorgartens. Einbau von Parkplätzen im Innenhof.
    • 17. Leistungsumfang

    Der Leistungsumfang bezieht sich auf die schlüsselfertige Erstellung der Wohneinheiten einschließlich der Gemeinschaftsräume, der Außenanlage und allen Gegenständen, wie sie in dieser Bau- und Ausstattungsbeschreibung aufgeführt sind. Abweichungen aus Gründen des Bauablaufes, der Konstruktion, technischer Änderungen aufgrund behördlicher Auflagen, bedingt durch das Lieferprogramm der Ausbaugewerke, bleiben vorbehalten, soweit hierfür dem Käufer keine wesentlichen bzw. wertmindernden Nachteile entstehen. Regressansprüche können hieraus gegen den Bauträger nicht abgeleitet werden. Der Generalunternehmer behält sich vor, während der Bauphase auch Änderungen im Hinblick auf Materialien und Ausstattung vorzunehmen, ohne dass hierdurch die Qualität des gesamten Bauvorhabens beeinträchtigt wird. Für die Ausführung der Arbeiten und Auswahl der Materialien werden entsprechende Muster zur Besichtigung angeboten.