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Branchen
Maschinenbau und Automotive - die Chemnitzer Traditionen
Chemnitz hat sich zu einem Zentrum der modernen Industrietechnologien entwickelt. Seine Kernbranchen Automobilindustrie und Maschinenbau sind eng und mit einer breiten Basis von Unternehmen aus angrenzenden Branchen, wie z.B. der Werkstoff- und Beschichtungstechnik, der Metallverarbeitung und der Automatisierungstechnik, vernetzt.
Diese Systemkompetenz und eine starke Präsenz von unternehmensnahen Dienstleistern sorgen für eine umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette. Investoren profitieren nicht nur von einem erfolgversprechenden Marktpotenzial sondern auch von einer breiten Zuliefererbasis.
Neben den Schwerpunkten Maschinenbau und Automobilindustrie etablieren sich die Mikrosystemtechnik und RFID-Anwendungen, die derzeit vor Ort Impulse setzen. Mit dem Wachstumskern printronics und durch die Entwicklung technischer Textilien entstehen neuartige Produkte, die die Innovationskraft lokaler Unternehmen unterstreichen und neue Marktpotenziale erschließen.
Auch spezialisierte Forschungs- und Entwicklungspartner, wie die Technische Universität, das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik oder die Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr (IAV) sind in Chemnitz ansässig.
Automotive
Die traditionelle Stärke von Chemnitz und seinem Umland liegt seit jeher in der Automobilindustrie. Legendäre Marken wie Horch, Audi und Wanderer hatten hier ihre Heimat. 1932 wurde die Auto Union AG gegründet, später schlug hier das Herz der DDR-Automobilindustrie. Heute werden in der Region jährlich 460.000 PKW produziert; sechs Werke von Porsche, BMW und Volkswagen befinden sich in einem Umkreis von 100 Kilometern.
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Die Volkswagen Sachsen GmbH beschäftigt 7.100 Mitarbeiter und ist der größte Arbeitgeber und das umsatzstärkste Industrieunternehmen in Ostdeutschland. Allein im Chemnitzer VW-Motorenwerk werden im Jahr 670.000 Motoren und 640.000 Ausgleichswellengetriebe gefertigt. Zwei Drittel der knapp 760 sächsischen Automobilzulieferer konzentrieren sich in und um Chemnitz - 90 Unternehmen aus der Automobil- und der Zuliefererindustrie erwirtschaften hier einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro pro Jahr.
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Hinzu kommt Chemnitz - einzigartiges Potenzial an sehr gut ausgebildeten Fachkräften und hochqualifizierten Ingenieuren bei im Vergleich zu anderen westeuropäischen Regionen geringen Lohnkosten. Etwa 6.000 Personen befinden sich in einer relevanten Fachausbildung, an der Technischen Universität Chemnitz lernen Hochschüler im Maschinenbau, hinzu kommen Studenten der Kraftfahrzeugtechnik im 30 Kilometer entfernten Zwickau.
Mit dem Ziel, vorhandene Kompetenzen zu strategischen Entwicklungsfeldern zu verknüpfen und damit ihre Innovations-, Prozess- und Lieferfähigkeit sowie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu sichern, kooperieren sächsische Automotive-Unternehmen im Rahmen der "AMZ Verbundinitiative Automobilzulieferer Sachsen" (im RKW).
Maschinen- und Anlagenbau
Auf der Grundlage einer 150-jährigen Industriegeschichte ist Chemnitz heute das Zentrum des ostdeutschen Maschinenbaus. Mehr als 100 mittelständische Unternehmen sind in diesem Industriezweig tätig. Darüber hinaus finden sich mehr als 500 Maschinenbau- und Zulieferunternehmen im regionalen Umfeld.
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Die Branche zeichnet sich durch die knapp 50-prozentige Exportquote und die seit 1995 um mehr als 60 Prozent gestiegene Produktivität aus.
Herausragende Kompetenzen im Raum Chemnitz liegen in der Herstellung von Werkzeug-, Textil- und Sondermaschinen sowie in der Automatisierungstechnik. Mehr als 10.000 Fachkräfte sind in der Branche beschäftigt.
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Maschinenbauunternehmen kooperieren in den Netzwerken derVerbundinitiative Maschinenbau Sachsen, des Interessenverbandes Chemnitzer Maschinenbau e.V. und des Kompetenzzentrums Maschinenbau Chemnitz/Sachsen e.V..
Chemnitz ist der ideale Standort für den Auf- und Ausbau technischer Dienstleistungen im Maschinenbau. Viele Unternehmen aus den wichtigsten Anwenderbranchen Automobilbau, Werkzeugmaschinenbau und Automation sind in der Stadt angesiedelt. In den letzten Jahren wurden hier im Vergleich zu anderen europäischen Regionen hohe durchschnittliche Bruttoinvestitionen in Sachanlagen im Maschinenbau getätigt. Mit der Errichtung eines neuen europäischen Express- und Logistikportals durch DHL im schnell zu erreichenden Flughafengelände Leipzig/Halle entstehen für lokale Unternehmen neue Potenziale für den Ausbau ihrer eigenen Servicequalität.
Mikrosystemtechnik
Die Region Chemnitz gehört zu den wichtigsten Mikrosystemtechnik-Clustern in Europa. Dies liegt vor allem an der intensiven Forschungsarbeit, die an der Technischen Universität Chemnitz (TU Chemnitz) im Bereich der Mikrotechnologie geleistet wird. Die TU Chemnitz unterhält ein Zentrum für Mikrotechnologien sowie Professuren für Mess- und Sensortechnik, Mikrosystem- und Gerätetechnik, Mikrotechnologie und Mikrofertigungstechnik. Über 500 Hochschüler studieren in diesem Bereich und in der neuen beruflichen Ausbildungsrichtung Mikrotechnologie haben die ersten Auszubildenden ihre Lehre begonnen.
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Weiterhin stehen als wichtige außeruniversitäre Forschungspartner die Abteilung für Micro Devices Integration des Fraunhofer-Institutes für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) und die Abteilung für Systemtechnik des Fraunhofer-Institutes für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) zur Verfügung. Unternehmen wie 3D Micromac, die Amtec GmbH, die Gesellschaft für Mikroelektronikanwendungen Chemnitz mbH GEMAC, die Memsfab GmbH und die Microspace Mess- und Sensortechnik GmbH operieren mit großem Erfolg in Chemnitz. Einen besonderen Vorteil stellt die Nähe zu den wichtigsten Anwenderbranchen Automobilindustrie und Maschinenbau / Automation dar. Hinzu kommen erhebliche Lohnkostenvorteile gegenüber anderen Mikrosystemtechnik-Standorten.
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Mit dem neuen Chemnitzer Mikrosystemtechnik-Smart Systems Campus haben ansiedlungswillige oder neu gegründete Unternehmen der Mikrosystemtechnik ab Anfang 2009 ein ideales Umfeld, das ganz auf ihre spezifischen Bedürfnisse ausgerichtet sein wird.
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